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Dr. Claude Sui Die Geburtsstunde der Fotografie — Meilensteine der Gernsheim-Collection
Dr. Claude W. Sui, Kurator des Forum Internationale Photographie in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim stellt die Gesamtschau der historischen und zeitgenössischen Sammlung des bedeutenden Fotohistorikers und Pioniers der Fotografiegeschichte Helmut Gernsheim vor, die vom September 2012 bis zum Januar 2013 gezeigt wird.
Die historische Sammlung, die sich heute in dem Besitz des Harry Ransom Center der Universität Texas in Austin befindet, beinhaltet zahlreiche Inkunabeln der frühen Fotografie. Darunter die ersten Daguerreotypien. Zu den einzigartigen Exponaten der Ausstellung zählt auch das erste fotografische Außenbild der Welt „Blick aus dem Fenster in Le Gras“ des Franzosen Joseph Nicéphore Niépce aus dem Jahre 1826. Dank seiner Kennerschaft und nach langjähriger detektivischer Suche war es Helmut Gernsheim 1952 in London gelungen, diese Heliografie in einem seit dem Ende des Ersten Weltkrieges als verschollen geglaubten Überseekoffer wieder aufzuspüren. Damit hat er der Fotografie nicht nur ihr erstes erhaltenes Werk zurückgegeben, sondern auch die Geburtsstunde der Fotografie auf das Jahr 1826 vordatieren können. Seit der Übernahme der historischen Gernsheim-Sammlung im Jahre 1963 durch das Harry Ransom Center in Texas kehrt dieses Bild nach einem halben Jahrhundert zum ersten Mal wieder auf den europäischen Kontinent zurück.
Mit der zeitgenössischen Gernsheim-Sammlung, die sich heute in den Sammlungsbeständen des Forum Internationale Photographie (FIP) der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim befindet, ermöglicht die Zusammenführung der beiden Sammlungsteile den Ausstellungsbesuchern einen faszinierenden Einblick in die fotografischen Positionen des 20. Jahrhunderts.
(Abb.: Alison und Helmut Gernsheim, London, 1951)
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Wolfgang Müller
Mingong. Wanderarbeit in China
200 Millionen WanderarbeiterInnen ziehen auf der Suche nach Arbeit aus den armen ländlichen Regionen Chinas in die industriellen Zentren und Metropolen des Landes. Dort arbeiten sie weitgehend ohne soziale Rechte, weil diese per Gesetz an den Herkunftsort gebunden bleiben. Und oftmals nur einmal pro Jahr erfolgende Lohnzahlungen öffnen dem Betrug Tür und Tor.
Wolfgang Müller (*1958) besuchte zwischen 2005 und 2011 wiederholt WanderarbeiterInnen aus verschiedensten Arbeitsbereichen und begleitete sie zwischen Arbeits- und privatem Alltag. Aus zahlreichen Besuchen entsteht sowohl ein Blick auf die Dimension der Binnenmigration in China als auch ein sehr persönlicher Blick auf die Lebenswirklichkeiten der TrägerInnen des enormen wirtschaftlichen Aufschwungs des Landes. Mit nüchternem Blick versucht der Fotograf, die Betreffenden nicht zu bloßen Opfern abzustempeln, sondern sie uns als Individuen mit je eigenen Zielen und Träumen vorzustellen.
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Susanne Meier-Faust M.A. Fotografie von Ingrid-Wieland-Autenrieth und Ria Hochmann, eine Ausstellung in Freiburg
Die Kuratorin der Freiburger Ausstellung, Susanne Meier-Faust, stellt die Arbeiten von zwei Fotografinnen vor, die sehr unterschiedliche Generationen repräsentieren.
Ingrid Wieland-Autenrieth, seit 1952 Mitglied der DFA, zeigte Arbeiten der unmittelbaren Nachkriegszeit, die zum Teil noch nie ausgestellt waren und als Vintage-Abzüge quasi wiederentdeckt wurden. Eine s/w-Serie aus den 70er Jahren zu den Reblandumlegungen am Kaiserstuhl gehört zu den wichtigen Werken der Fotografin.
Die knapp 40 Jahre jüngere Künstlerin Ria Hochmann setzt die ausschließlich digitale Farbfotografie in ihren Architekturmotiven so ein, dass geometrische Serien und klar geordnete Bildkonstruktionen entstehen. „Zeichnung, die ihren Untergrund restlos bedecken würde, aufhören würde eine solche zu sein.“ (Walter Benjamin: Über die Malerei oder Zeichen und Mal, in: Medienästhetische Schriften, Frankfurt/ Main, 2002) Wo beginnen dann in den Pavement Drawings die Zeichnungen, wo hören sie auf?
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Jessica Backhaus
Once, still and forever
Photographs capture a moment in time, but what is time? This is a question that haunts me. Photography, for me, has roots in the desire to preserve and hold on to something that has happened in the past. The passage of time and transience are issues that occupy me and play a significant role in my work.
As in former series such as Jesus and the Cherries (2005), What still remains (2008) and One day in November (2008), Jessica Backhaus' new project ( work in progress) Once, still and forever develops a strong sense for the poetry in the every-day and the power of color and light as emotional means of expression.
Once, still and forever is a very personal project for me. It deals again with time…my past, my present and the future. It is a project about our human emotions. Emotions that all of us feel or felt at some point in our lives. My photographs are like a mosaic, a puzzle that celebrate the beauty of ordinary moments often ignored, as well as the residue of loves past and memories forgotten. During the last three years my life has changed quite a bit. In 2009 I have left New York after 14 years and have started a new chapter in Berlin. I went back to my European roots. This new work also deals with the ephemeral: loss, transience, the photographic trace and a recurring tension between the hidden and the revealed.
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Celina Lunsford gehört zu den Kuratoren von Making History im Rahmen von
RAY 2012 - Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain. Diese Ausstellung ist vom 20. April bis 08. Juli 2012 in den Räumen des Frankfurter Kunstvereins, im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, im MMK Zollamt wie auch an zwei Orten im öffentlichen Raum zu sehen. MAKING HISTORY setzt die künstlerische Reflexion von öffentlichen Bildern ins Zentrum. Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Positionen, die die Inszenierung von Realität durch Medienbilder thematisieren. Die Künstler/innen bieten keine eigenen Geschichtsmodelle an, stattdessen sind in ihren Arbeiten unterschiedliche Sichtweisen auf historische Ereignisse zu erkennen. Ihre Werke können als erweiterte Darstellungsformen von Geschichte und als subjektive Historienbilder verstanden werden.
MAKING HISTORY beschränkt sich nicht strikt auf das Medium Fotografie, sondern bezieht auch Video und Film mit ein. Knapp 40 renommierte Künstler/innen, unter ihnen Viktoria Binschtok, Thomas Demand, David LaChapelle, Omer Fast, Alfredo Jaar, Barbara Klemm und Gustav Metzger, sowie zahlreiche Neuentdeckungen, zeigen in ihren Arbeiten ein breites Spektrum künstlerischer Auseinandersetzung mit öffentlichen Bildern.
(Abb.: Viktoria Binschtok, Suspicious Minds, body#12 , 2009)
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Michael Schnabel, geboren 1966 in Stuttgart, absolvierte ein Kommunikationsdesign Studium in Darmstadt. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in San Francisco, wo er als Fotoassistent arbeitete, eröffnete er 1995 sein eigenes Studio in Stuttgart.
Seit dem arbeitet er international nicht nur als anerkannter Werbefotograf, sondern ist auch mit seinen Fine Art Serien in der Kunst renommiert.
Seine Arbeiten für kommerzielle Kunden wie Allianz, O2, Daimler, Samsung, HSBC etc. wurden honoriert durch Preise wie ADC Gold, AOP Gold, Communication Arts, Lürzers 200 best uvm.
Seine Fine Art Serien werden regelmäßig international ausgestellt und erst kürzlich eröffnete seine erste Museumsausstellung im Osthaus Museum Hagen. Seine fotografische Interpretation von alt bekannten Sujets wie Berge, Meere oder Museen ist unbekannt und neu für den Betrachter. Das Zusammenspiel der Fotografie und die anschließende Übertragung auf Papier, ermöglichen es, Fotografie und Malerei in Einem zu verbinden und schaffen somit ein völlig neues Seherlebnis. Mit seinen Fine Art Serien war unter anderem nominiert beim Voies Off Festival in Arles.
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Silke Helmerdig Pavement Drawings
Mit der Bezeichnung wandelt sich die Aufzeichnung einer Kennzeichnung und wird selbst zur Zeichnung; aber nicht etwa durch den Prozess, der fälschlicherweise immer noch als Photographie — also als Lichtzeichnung — bezeichnet wird, im digitalen aber nunmehr zur Lichtaufzeichnung geworden ist. Aus der Kennzeichnung im Stadtraum wird also eine Aufzeichnung, die durch ihre künstlerische Bestimmung am Ende wieder zur Zeichnung generiert, in der sich der Unterschied zwischen Fläche und Linie auflöst, wodurch, wie Benjamin schrieb, die „Zeichnung, die ihren Untergrund restlos bedecken würde, aufhören würde eine solche zu sein.“ (Walter Benjamin: Über die Malerei oder Zeichen und Mal, in: Medienästhetische Schriften, Frankfurt/ Main, 2002) Wo beginnen dann in den Pavement Drawings die Zeichnungen, wo hören sie auf?
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Wolfram Janzer, 1985 in die alte GDL, heute DFA berufen, Architekturdiplom Uni Stuttgart, Lehraufträge Institut für Kunstgeschichte Uni Stuttgart, Architekturfotograf.
Sucht neben seinen am Objekt orientierten Architekturdokumentationen nach reduzierter Bildsprache. Er wird eine Serie von abstrakt anmutenden, fotografisch entstandenen Farbflächenarbeiten präsentieren.
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© 2003 Deutsche Fotografische Akademie |