Über

Meine sehr intensive Studienzeit in Essen ergänzte ich durch zahlreiche Auslandsaufenthalte. Seit 20 Jahren lebe ich inmitten des Pfälzer Waldes, realisiere von dort meine künstlerischen und soziokulturellen Projekte. An der Hochschule Trier betreue ich die Studierenden im Fach Photographie.

Statement

Seit 30 Jahren inszeniere ich meine Fiktionen, bringe Dinge in surrealen Zusammenhang, erlaube mir, aktuelle gesellschaftliche Themen ganz subjektiv in Bildwelten zu visualisieren. Seit einigen Jahren versuche ich, die traditionellen Ausstellungsräume durch den öffentlichen Raum zu erweitern und die Kunst zu den Menschen zu bringen. Die Interaktion mit der Gesellschaft erscheint mir immer wichtiger...

Ausbildung

  • 1995 | Diplomabschluss bei Prof. Inge Osswald (DE)
  • 1986 | Assistenz bei Gerhard Vormwald, Paris, sowie Auslandsaufenthalte (FR)
  • 1984 | GHS Essen, Kommunikationsdesign (DE)

Institution (Berufserfahrung)

  • 1999 – heute | Lehrauftrag für Photographie, Hochschule Trier (DE)

Ausgewählte Auszeichnungen

  • 2016 | Haueisen-Kunstpreis, Jockgrim (DE)
  • 2015 | Kunstpreis Annweiler (DE)
  • 1995 | BFF-Nachwuchs-Preisträger, Stuttgart & Arles (DE & FR)
  • 1992 | Reinhard Wolf Preis (DE)

Ausgewählte Ausstellungen / Publikationen

  • 2019 | Städtische Galerie, Speyer (DE)
  • 2018 | „Wir in Rheinland-Pfalz“, 30 Städte in Ruanda (RW)
  • 2012 | Kunsthaus Svoboda, Cheb (CZ)
  • 2011 | IKOB, Museum für zeitgenössische Kunst, Eupen (BE)
  • 2011 | Rathaus Trivandrum, Kerala (IN)
  • 2011 | Galerie FotoGrafic, Prag (CZ)
  • 2008 | Galerie KOMA, Mons (BE)
  • 2008 | Galerie 4, Cheb (CZ)
  • 2007 | Kirche, Chapelle des Carmes (BE)
  • 2003 | Kirche, Braine-Le-Compte (BE)
  • 1995 | BRF Funkhaus, Eupen (BE)
  • 1992 | Pfalzgalerie,Kaiserslautern (DE)
  • 1991 | L.A. Galerie, Frankfurt/Main (DE)

Persönliche Website

https://brenner-photographie.com/

Thomas Brenner | Information: Letzte Inszenierung

Thomas Brenner | Information: Letzte Inszenierung

Dieses spartenübergreifende Projekt beschäftigt sich mit der Bedeutung von Tod, der Darstellung mit aktuellen künstlerischen Medien und der gesellschaftlichen Wahrnehmung. Alle Aktionen und Projektteile finden bewusst im öffentlichen Raum satt, gezielt auch an Plätzen, an denen man keine Berührung mit dieser Thematik erwartet. Das Kommunikationsziel ist es, durch künstlerische Prozesse das Thema Sterben und Tod als Teil des Lebens ins Bewusstsein zu rufen und so etwas zum Tabu-Bruch beizusteuern, beziehungsweise neu Wege zu erkunden, wie der komplette Prozess des Lebens gestalterisch interpretiert und dargestellt werden kann. Mehr: https://youtu.be/Tt4g5AQhGHw

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Arbeiten

Thomas Brenner | Krieg und Frieden (2017)

Thomas Brenner | Krieg und Frieden (2017)

Ein Parkdeck, eine Straße, Kinder, sprießendes Grün: Begriffe, die uns Alltag, Harmlosigkeit oder Harmonie vermitteln. Wir finden die Orte und Situationen in den Bildern des Projekts „Krieg und Frieden“. Und doch stockt der Blick, stellen Brenners Inszenierungen unsere Seh-Erwartungen jäh infrage. Denn der „Mensch“ und seine Aggressivität kommt ins Spiel - und die vorgebliche Harmlosigkeit des Settings löst sich auf. Gasmasken, Helme, Waffen: Attribute des Kriegs - stören das alltägliche oder harmonische Ambiente. So wie die Bilder der weltweiten Kriege, längst beständiges Beiwerk unseres Alltags, stören und ver-stören. Und so, wie die Bilder der menschlichen Dramen durch die Medien mitten in unsere Leben getragen werden, hängen auch die Bilder von „Krieg und Frieden“ inmitten unseres Alltags, in den Fußgängerzonen und an Bauzäunen: großformatig, unübersehbar, unabwendbar.

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Foto / Video

Thomas Brenner | Border (2010)

Thomas Brenner | Border (2010)

Inhalt dieser inszenierten Photographien ist eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Grenze/ border“ in mehrfacher Hinsicht. Geographisch bewegt sich diese Kunstaktion im Bereich zwischen Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern. Wichtiger ist die inhaltliche Komponente, die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Grenzüberschreitung“ in moralischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Nach welchen Regeln und Verhaltensmuster agieren Menschen in unterschiedlichen Ländern, wie wird das Verhalten interpretiert, gibt es gemeinsame Wertmaßstäbe, in welchen Strukturen agieren Kinder, Frauen, Männer, Familien usw? Wie weit sind wir überwacht, wo sind die Grenzen des Individuellen, was darf noch privat sein, welche Grenzen dürfen Menschen Ihren Mitmenschen gegenüber brechen und verletzen....

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Foto / Video

Thomas Brenner | Letzte Inszenierung (2013)

Thomas Brenner | Letzte Inszenierung (2013)

Stilbildendes Element ist die Umkehrung von Licht und Schatten; zum einen dem Medium Photographie innewohnendes Grundprinzip, zum anderen sind Dunkelheit und Licht auch durch viele Symbolen eng verbunden mit den Begriffen Leben und Tod. Die gestalterische Realisierung basiert auf Statisten, die in schwarzen undurchsichtigen Ganzkörperanzügen als Darsteller in der realen Welt agieren, kombiniert sind mit ihrem/ einem Schatten, der aus Licht besteht (Schattenfiguren aus hinterleuchtetem Plexi, welche die Szene somit erhellen - der sonst dunkle Schatten wird zur Lichtquelle...). Als zweites Gestaltungsmittel wird die Bewegungsunschärfe eingesetzt, ein visuelles Zeichen für Zeitvergehen, Zeitdynamik. Da Photographie ohne Licht und Zeit undenkbar wäre, sehe ich dieses Medium als prädestiniert für dieses Thema an. Diese Szenen mit jeweils unterschiedlichen inhaltlichen Aspekten/ Aussagen werden in der Natur und öffentlichen Plätzen inszeniert, beleuchtet und aufgenommen. Neben dem Tod als dem natürlichen Ende des Lebens werden auch die Themen Suizid und Völkermord berührt und thematisiert - nicht als eindeutige Erkennbarkeit, sondern als gedanklicher Auslöser der Bildwelten.

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Foto / Video

Thomas Brenner | couvent (2007)

Thomas Brenner | couvent (2007)

Die Serie „couvent“ entstand im Sommer 2006 in einem ehemaligem Kloster, ca. 100 km südwestlich von Brüssel. Die 16 Inszenierungen beschäftigen sich mit dem Themenkomplex Religionen, Glaube und spielen mit imaginären Wünschen und Ängsten. Die Mönche stehen hierbei als anonyme Protagonisten, um die Aussage der Bilder für jeden Betrachter möglichst offen zu halten.

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Foto / Video